Körpersprache

Sicher kennt ihr das auch – ihr macht leicht verständliche Gesten und euer Mensch guckt euch an wie eine Maus, deren Schwanz wir bereits im Mäulchen verankert haben. Wir erziehen unsere Menschen und so ergibt sich aus einer langen vertrauensvollen Wohngemeinschaft dann auch irgendwann ein gutes Verstehen. Aber bis dahin, fallen viele Schnurrhaare auf den Teppich und haken sich viele Krallen in Hosenbeine und Teppichfransen.

Darum haben wir uns gedacht, dass wir hier mal ein kleines Grundlexikon auf die Pfoten stellen.

Unsere Sprache – StubenTigerLaute und SamtPfotenGesten
Wir Stubentiger haben weitaus weniger Laute zur Verständigung als die Menschen. Vielleicht liegt es darin begründet, dass wir uns untereinander besser verstehen, die Zweibeiner aber oftmals vieles missverstehen. Wir machen halt nicht viele Worte – wir handeln ;o)

Der Schmerzensschrei, wenn uns der Dosenöffner aus Versehen auf den Schwanz tritt oder wir, in unserer Eigenschaft als Herren der Schöpfung eine Dame beglückt haben. Aber den stoßen alle Säugetiere aus, und auch dem Menschen ist dieser Schrei nicht fremd. . Die Menschen sagen oft, dass unsere Schmerzensschreie klingen, als würde ein Kleinkind schreien. Er ist also nicht unbedingt katzentypisch.

Typisch für Katzen - oder besser Kater - ist dagegen der Drohgesang, der hört sich wie ein warnendes Heulen an. Solch ein Konzert ist zu vernehmen, wenn sich zwei Tiere mehr oder weniger kampfbereit gegenüber sitzen oder stehen, manchmal werfen wir uns auch angriffslustig auf die Seite und zeigen unsere Krallen.

Das berühmte Schnurren erinnert fast an ein friedliches Brummen eines Kühlschranks. Das eräusch wird in unserem Kehlkopf der Katze beim Ein- und Ausatmen erzeugt. Am Schnurren sind die Kehlkopfmuskeln und die Stimmbänder beteiligt. Letztere vibrieren, wenn die Luft an ihnen vorbeistreift. Wir beeinflussen das Schnurren mit unseren Muskeln nicht willentlich, sondern es handelt sich hierbei um eine Art Automatismus. Im Gegensatz zum Schnarchen von Menschen, dass nur beim Einatmen entsteht, schnurren wir auch kontinuierlich beim Ausatmen. Da wir praktisch immer durch die Nase atmen (es sei denn wir heißen Fleckchen und leiden an chronischer Bronchitis), lassen wir das Mäulchen beim Schnurren zu. Es zeigt meist, dass es uns gut geht, wir uns wohl und geborgen fühlen. Dies gilt allerdings nicht immer. Manche Katzen schnurren auch, wenn sie sehr krank sind. Es sind sogar Fälle bekannt, wo Katzen, die unter starken Schmerzen leiden schnurren. Erforscht ist dieser Umstand noch nicht. Wir können uns das nur so erklären, dass es uns mit diesem Schnurren auch gelingt, uns selbst zu beruhigen.

Knurren oder Fauchen ist eine eindeutige Warnung. Hier ist Gefahr im Vollzug und wer sich als Mensch oder Tier diesem eindeutigen Lautsignal nicht unterwirft, der muss damit rechnen, dass wir ganz, ganz böse werden. Wenn wir knurren und fauchen können wir etwas oder jemanden nicht leiden, sind alles andere als glücklich oder verteidigen unsere Position oder unser Revier.

Schnattern können nicht nur Enten und Gänse. Wir können es auch und zwar immer dann, wenn wir für uns unerreichbare Beute vorbeifliegen oder –spazieren sehen. Laut Definition soll es sogar bedeuten, dass wir mit diesem Mix aus „Zähneknirschen“ und Plappern den Tötungsbiss simulieren. Da sich so eine fliegende Luftratte aber schlecht durchs Glas erbeuten lässt, begnügen wir uns auf der Fensterbank mit der köstlichen Vorstellung, sie zu stellen und zu reißen und geben dabei diesen schnatternden Sound von uns.

Der noch nicht so berühmte HobbitSound klingt wie ein wehklagendes Jodeln und wird immer dann abgespult wenn Hobbit nicht mit duschen darf, er Langeweile hat, Flummi nicht mit ihm spielen mag, Bigi zu lang am PC sitzt, oder ihm einfach nach Musik zu Mute ist.


Die Körpersprache

Wesentlich einfacher zu deuten und zu verstehen ist für den Menschen unsere Körpersprache. Hat er den Dreh erst mal raus, gibt es auch keine Probleme mehr. Aber bis dahin, muss er schon schön die Äuglein aufmachen und aufpassen. Unsere Körpersprache funktioniert fast so gut wie das menschliche Alphabet. Aus diesem Grund begnügen wir uns auch nur mit einer kurzen Vorstellung und Interpretation verschiedener möglicher Gesten.

Nach vorn gestellte Ohrmuscheln: Interesse, Aufmerksamkeit, Spannung
Hochgestellt, aber nach hinten gedrehte Ohrmuscheln: Angriffsdrohung
Nach hinten eingeknickte Ohren, seitwärts herabgezogen: Abwehrbereitschaft, Angst, Fluchtbereitschaft
Verengte Pupillen: Spannung, erhöhtes Interesse, aggressive Drohung
Erweiterte Pupillen: Überraschung, Angst, Abwehrbereitschaft
Gähnen: Ich bin müde oder Beschwichtigung (stell dich nicht so an, ich tu’s ja auch nicht!)
Gestreckter Rumpf: Selbstsicherheit, Angriffsbereitschaft
Schnelles, ruckartiges Hin- und Herbewegen des Schwanzes: Erregung aus verschiedensten Anlässen
Ruhig hochgerichteter Schwanz: Freundliche Begrüßung
Plötzlich hochpeitschender Schwanz: Angriffsdrohung
Fell sträubt sich am ganzen Körper (Plusterkater): Ängstlichkeit
Fell sträubt sich nur an Rückenmittellinie und Schwanz: Drohung, Angriffsbereitschaft... und wenn Hobbit das macht und dabei seitwärts durch die Bude hüpft heißt das: "Ey Flummi, los lass uns ne Fellbombe bauen!"
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*schnurr*




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